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Claus Ebster & Lieselotte Stalzer (Hrsg.)
„WISSENSCHAFTLICHES ARBEITEN für Wirtschafts- und Sozialwissenschafter“


von Daniela Duschl

Claus Ebster und Lieselotte Stalzer machen es sich mit dem Buch „Wissenschaftliches Arbeiten für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften“ zur Aufgabe eine grundlegende Einführung in die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens – von der Themenfinden und Recherche bis hin zur fertigen Arbeit, zu geben.

Ein integrativer Bestandteil des Buches, der als weitere Unterstützung dienen soll, stellt die von den Autoren eingerichtete Website über das Buch, dar (http://www.market-mentor.com/wissarb.htm). Auf dieser Seite werden immer wieder neue Links zu dem Buch angegeben, weitere Tipps und Tricks werden verraten und es wird vertiefende Literatur zu den Themen angeboten.

1.)Zum Inhalt:

Allgemein kann man sagen, dass das Buch aus zwei großen Teilen besteht, zum einen aus dem Teil der sich mit der Arbeit selbst, von der Vorbereitung, dem Aufbau bis hin zur Präsentation, beschäftigt und dem anderen Teil, der sich dann mit empirischer Forschung auseinandersetzt und deren Durchführung veranschaulicht.

Nach einer kurzen Einführung in das Thema des wissenschaftlichen Arbeitens wird in 13 weiteren Kapiteln das weitere Erarbeiten eines Themas geschildert.

Begonnen wird nach der Einführung mit dem Kapitel der Themensuche, in welchem versucht wird bestmöglichst zu zeigen, wie eine Idee zu einem richtigen Thema wird (z.b. mittels Brainstorming, mind-maps, etc. ) und wie dieses erarbeitet werden soll, das heißt empirisch oder theoretisch. Und letztendlich sollte eine wissenschaftliche Fragestellung abgeleitet werden, die für die weitere Bearbeitung des Themas wichtig ist.

Das anschließende Kapitel behandelt das Thema Informationssuche und Informationsbeschaffung. Es werden eine Reihe von wichtigen Tipps angeführt, die man bei der Literatursuche, beginnend vom Internet bis hin zur Bibliothek, beachten sollte. Im Anschluss daran wird als nächstes die Dokumentation und Bewertung von Informationsquellen in den Mittelpunkt gestellt. Es geht also um das Aussortieren und um die Bewertung der Informationen.

Im weiteren wird der Aufbau einer Arbeit behandelt. Da die Gliederung einer Arbeit ein wichtiger Schritt ist, um dem Leser den Inhalt möglichst klar zu vermitteln, wird auch in diesem Buch versucht die Grundlagen der Gliederung zu erläutern. Es werden formale Gliederungsformen ( wie z.b. alphabetische oder numerische Gliederung) beschrieben, als auch Gliederungen nach unterschiedlichen Anhaltspunkten. Man sieht also, dass die Vorbereitung eines Themas sehr wichtig ist um später damit aufbauend weiter arbeiten zu können. Auch Ebster und Stalzer widmen aus diesem Grund einen großen Teil ihrer Arbeit diesen Themen.

Das nächste Kapitel vereinigt dann alles was mit Schreiben in Verbindung gebracht werden kann, beginnend mit dem Schreibstil, der Argumentation bis hin zur Gestaltung einer Arbeit, dem Layout. Weiterst wird auch das Thema „Schreibblockade“ behandelt und es wird versucht durch das Anführen von einigen Tipps und Tricks eine Möglichkeit zu finden um diese zu vermeiden. Mit dem bereits erwähnten Layout wird einem weiteren Kapitel das Thema Visualisieren gewidmet. Es wird gezeigt wie man durch Bilder, Tabellen oder Graphiken mit dem Betrachter kommunizieren kann, wie deutlich diese Teilbereiche einer Arbeit veranschaulichen können.

Eines der vermutlich wichtigsten und auch ausführlichst beschriebenen Themen in dem Buch ist das Thema der Zitation. Es werden alle Regeln aufgezeigt, denen es sich zu bedienen gilt, wenn man eine Arbeit verfasst und dabei zitieren muss. Sucht man aber für einen ganz bestimmten Fall die Regel, welche man benötigt, bedarf es etwas Geduld um aus der Vielzahl von aufgestellten Regeln und Beispielen, wirklich das für sich selbst relevante herauszufinden.

Im Anschluss daran wird ebenfalls die Präsentation einer Arbeit besprochen, das heißt wie man sich vorbereiten sollte und was unbedingt beachtet werden muss.

Der zweite große Teil des Buches beschäftigt sich nun mit der empirischen Forschung selbst. Was sehr gut ist, ist, dass zunächst mal theoretisch die Grundlagen empirischer Forschung beschrieben werden. So gewinnt der Leser, der sich vielleicht noch nie zuvor mit diesem Thema beschäftigt hat zuerst einmal einen groben Überblick darüber was ihn erwartet.

Ganz besonders wichtig hierbei ist die Aufstellung von Forschungsfragen, das heißt von Hypothesen. Da diese die Grundlage jeglichen Weiterarbeitens darstellen. Im Kapitel „Messen“ werden ebenfalls erst mal grundlegende Dinge theoretisch besprochen um dann zu zeigen, wie sie im Rahmen des Forschungsprozesses anzuwenden sind. Die Autoren zeigen, wie wichtig es ist Indikatoren zu finden um etwas zu messen, was nicht direkt beobachtbar ist. Obwohl immer wieder mal kurze Beispiele angeführt werden, ist der theoretische Teil in diesem Kapitel eindeutig zu lang geraten im Gegensatz zu dem Teil, der sich wirklich mit der Umsetzung beschäftigt. Als Vorbereitung für das Kapitel, das sich dann wirklich mit der Datenerhebung beschäftigt wird auf Auswahlverfahren eingegangen. Im grundlegenden geht es darum den Lesern zu zeigen, in welcher Grundgesamtheit sie forschen sollen, also um die Auswahl von Stichproben. Es wird in dem Buch sehr gut, wenn auch vielleicht etwas zu ausführlich dargestellt wie eine Stichprobe wählen sollte. Im Anschluss daran befindet sich das wohl praktisch relevanteste Kapitel, das sich mit den Methoden der Datenerhebung beschäftigt. Dieses Thema ist unerlässlich für jeden, der wissenschaftliche Forschung betreibt. Ebster und Stalzer zeigen, welche verschiedenen Möglichkeiten einem für die Datenerhebung zur Verfügung stehen und beschreiben die wichtigsten Erhebungsmethoden (Befragung, Beobachtung und Inhaltsanalyse) sehr gut. Sie zeigen deren Vor- und Nachteile auf und wann diese am besten in der Praxis anzuwenden sind.

Zu guter Letzt darf natürlich auch die Richtigkeit in der Niederschrift einer Arbeit nicht fehlen, welche immer genau dem Forschungsablauf folgen muss.

2.) Eindruck:

Da das Buch in eine Vielzahl von Kapiteln aufgeteilt ist, ist es nicht möglich alle einzelnen Themen zu kommentieren, also versuche ich meinen Eindruck über das Buch als Gesamtes darzustellen. Da sich Studierende bereits von Beginn an ihres Studiums mit einer Reihe wissenschaftlicher Aufgaben auseinandersetzen müssen, bietet dieses Buch eine wichtige Grundlage zum Erlernen einiger notwendiger Voraussetzungen für wissenschaftliches Arbeiten. Da es nicht nur die formale Gestaltung wissenschaftlichen Arbeitens aufzeigt, sondern sich auch mit dem Prozess der Erstellung beschäftigt, kann das Buch als durchaus brauchbare Unterstützung für jegliche Art wissenschaftlichen Arbeitens angesehen werden. Durch die große Anzahl an Unterkapitel, denke ich, dass das Buch vor allem aber auch als Nachschlagewerk dienen kann für jegliche Art von Problemen, die während des Arbeitens auftreten können. Zahlreiche Beispiele sollen den Einstieg in eine Thematik erleichtern und einen Bezug zur eigenen Arbeit erstellen.

Was vielleicht etwas verwirren kann ist die große Reihe von Aufzählungen, die sich durch das ganze Buch ziehen. Bei so einer großen Reihe von Unterpunkten ist es schwer, die für einen selbst wichtigen herauszufiltern, um dann damit weiter arbeiten zu können.

Im Großen und Ganzen ist das Buch dennoch eine sehr brauchbare Lektüre, die einem sehr gut hilft sich der nicht unerheblichen Herausforderung, die wissenschaftliches Arbeiten oft bietet, zu stellen und einem hilft durch reines Nachlesen zahlreiche Hürden zu bewältigen.

3.) Resümee

Das Buch ist geeignet für Studenten, die sich mit wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen wollen oder müssen. Es hilft sehr sich einen guten Überblick über die verschiedensten Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens zu verschaffen um in Folge dessen, damit dann weiter arbeiten zu können. Das gleiche gilt auch für Lehrende oder für Menschen, die sich im Berufsalltag mit diesem Thema auseinander setzten müssen. Aufgrund der nicht allzu detaillierten und wenig komplizierten Schilderungen der Autoren kann man davon ausgehen, dass das Buch vor allem als Einstieg und deshalb auch wirklich vor allem für Studierende gedacht ist.
 

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